Museumsnacht 2021

Die Regionale Museumsnacht am 16. Oktober 2021,
die unter dem Motto
„echt fränggisch“ stand, war für das SOMSO Museum ein voller Erfolg.

Ein Abend unter dem Motto "echt fränggisch"

Zum 5. Mal beteiligen wir uns jetzt schon an dieser nunmehr festen kulturellen Größe in der Region. Diese Abende sind
auch für uns immer wieder spannend.
Schon in der Vorbereitung bereichert uns das Zusammenspiel
mit den einzelnen Kultureinrichtungen. Jede geht das Thema für die Museumsnacht anders an. Das birgt auch reizvolle Überra-schungen, was die Abstimmung auf die Ausrichtung des jeweiligen Museums und dessen Umsetzung betrifft.
Der Besucheransturm - im wahrsten Sinne des Wortes - an der diesjährigen Museumsnacht war überwältigend. Die Freude der Besucher über die geöffneten Türen des Museums und die strahlenden Gesichter nach dem Besuch war Dank für alle Bemühungen und Vorbereitungen. 

Diese Nacht mit dem Thema "echt fränggisch" widmeten wir den heimischen Streuobstwiesen. Sie prägen unser Landschaftsbild, jedoch werden sie durch Bau- und Siedlungswesen sowie die intensive Landwirtschaft immer stärker dezimiert. Dadurch zählen sie heute zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas und gelten als schützenswert. Sie beheimaten Sorten, die in der Vergangenheit ihren Anfang nahmen - so wie das SOMSO Programm der Sortenechten Früchte im Jahr 1880 in Abstimmung mit dem Deutschen Pomologen-Verein. Die lange Tradition der Modellfertigung mit Papiermaché wurde und wird seit dem Jahr 1995 durch deren Wiederaufnahme in das SOMSO-Programm erneut mit Leben erfüllt und umfasst mittlerweile über 100 Apfel- und Birnensorten. Darunter sind viele Früchte, die auf Streuobstwiesen vorkommen. Diese konnten in unserer Dauerausstellung des Museums bei einer der zahlreichen Führungen bestaunt werden.

Das Thema "echt fränggisch" war Anlass für unsere Sonderausstellung, die durch die Einladung unseres Beraters und Pomologe Klaus Schuh abgerundet wurde.

In der Sonderausstellung informierte die   Leihausstellungen des BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. des Kreisverbandes Schmalkalden-Meinigen über den Lebensraum Streuobstwiesen. Auch konnten die Besucher Tips und Anleitungen zum Baumschnitt und Veredelung von Obstbäumen erhalten.

Als Highlight dieses Abends war Herr Schuh mit seiner Frau Ute aus dem hessischen Pohlheim angereist - im Gepäck über 60 Obstsorten (Apfel- und Birnensorten, Quitten, Mispeln und Speierlinge). Mit ihnen konnte der Pomologe an diesem Abend unseren interessierten Besuchern seine profunden Kenntnisse präsentieren. Zusätzlich gab es das Angebot der Sortenbestimmung von mitgebrachten Früchten aus dem eigenen Garten. Dies fand großen Anklang und war für viele Besucher ein zusätzlicher Anlass, in unserem Museum an diesem Abend vorbeizukommen. So brachte eine Besucherin 17 Früchte zur Bestimmung mit. Da waren die Freude
und Begeisterung auf beiden Seiten groß als Herr Schuh alle Sorten bestimmen konnte.

Viele freiwillige Helfer und die Schirmgelder der Bürgermeister und Landräte haben diese Regionale Museumsnacht erneut möglich gemacht.
Wir danken allen für die Unterstützung und damit beispielgebende Anerkennung dieser kulturellen Veranstaltung.